Daten & Fakten · Stand 2026

Pflegestatistiken Deutschland 2026

Alle wichtigen Zahlen zur Pflege auf einen Blick: Leistungssätze nach Pflegegrad, Eigenanteile in allen 16 Bundesländern, Kostenentwicklung. Quellen: SGB XI, Statistisches Bundesamt, vdek.

Kenndaten der Pflegeversicherung 2026

5,7 Mio.

Pflegebedürftige (2023)

Tendenz steigend, +15 % ggü. 2021

86 %

häuslich gepflegt

davon 55 % nur mit Pflegegeld (Angehörige)

3.364 €

∅ Eigenanteil Pflegeheim

bundesweit, Stand 07/2026

5

Pflegegrade

seit SGB XI-Reform 2017

Quellen: Statistisches Bundesamt (Pressemitteilung Nr. 478, 18.12.2024, Stand Ende 2023), vdek (Eigenanteile, Stand Juli 2026), BMG.

Leistungssätze nach Pflegegrad 2026

Monatliche Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung nach SGB XI, gültig ab 01.01.2025 (Pflegegeld, Sachleistungen) bzw. 01.07.2025 (Tages-/Nachtpflege).

LeistungsartPG 1PG 2PG 3PG 4PG 5Rechtsgrundlage
Pflegegeld–347 €599 €800 €990 €§ 37 SGB XI
Sachleistungen–796 €1.497 €1.859 €2.299 €§ 36 SGB XI
Tages-/Nachtpflege–721 €1.357 €1.685 €2.085 €§ 41 SGB XI
Vollstationäre Pflege131 €805 €1.319 €1.855 €2.096 €§ 43 SGB XI
Entlastungsbetrag131 €131 €131 €131 €131 €§ 45b SGB XI

Alle Beträge monatlich in Euro. Pflegegeld und Sachleistungen gelten ab 01.01.2025, Tages-/Nachtpflege ab 01.07.2025. Quelle: BGBl. I 2023 Nr. 312 (Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz).

Eigenanteile im Pflegeheim nach Bundesland 2026

Durchschnittliche monatliche Eigenanteile im ersten Aufenthaltsjahr (vor Leistungszuschlag nach § 43c SGB XI). Bundesdurchschnitt: 3.364 €/Monat.

BundeslandEEE (Pflege)Unterkunft & VerpflegungInvestitionGesamt
Bremen1.950 €1.210 €600 €3.760 €
Saarland1.920 €1.190 €580 €3.690 €
Baden-Württemberg1.900 €1.180 €580 €3.660 €
Nordrhein-Westfalen1.860 €1.150 €570 €3.580 €
Hamburg*1.820 €1.130 €550 €3.500 €
Hessen1.680 €1.040 €510 €3.230 €
Rheinland-Pfalz1.670 €1.040 €510 €3.220 €
Bayern1.660 €1.030 €510 €3.200 €
Berlin*1.610 €1.000 €490 €3.100 €
Schleswig-Holstein1.580 €980 €480 €3.040 €
Mecklenburg-Vorpommern1.570 €980 €480 €3.030 €
Brandenburg1.570 €970 €480 €3.020 €
Niedersachsen1.560 €970 €480 €3.010 €
Thüringen1.560 €970 €470 €3.000 €
Sachsen1.550 €960 €480 €2.990 €
Sachsen-Anhalt1.500 €930 €460 €2.890 €
Bundesdurchschnitt1.747 €1.085 €532 €3.364 €

* Schätzwert – kein separater vdek-Länderdatensatz verfügbar; Wert auf Basis benachbarter Bundesländer und bekannter Kostenstrukturen. Quelle: vdek (Verband der Ersatzkassen e. V.), Landesvertretungen, Pressemitteilungen Januar 2026; für Baden-Württemberg, Bremen, Saarland, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt aktualisiert auf Stand 1. Juli 2026 gemäß tagesschau.de (dpa), 14.07.2026.

Verteilung der Pflegegrade (2023)

Von den 5,7 Mio. Pflegebedürftigen entfiel 2023 der größte Anteil auf die Pflegegrade 2 und 3. Quelle: Statistisches Bundesamt, Pflegestatistik 2023 (Stand Ende 2023, veröffentlicht Dez. 2024).

Pflegegrad 112 %
Pflegegrad 240 %
Pflegegrad 330 %
Pflegegrad 410 %
Pflegegrad 58 %

Anteilswerte gerundet. Gesamtzahl ca. 5,7 Mio. Pflegebedürftige. Quelle: Statistisches Bundesamt, Pflegestatistik 2023 (Pressemitteilung Nr. 478, 18.12.2024).

Wo wird gepflegt? (2023)

Rund 86 % der Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt — die meisten davon durch Angehörige, teils zusätzlich unterstützt durch ambulante Pflegedienste.

55 %

Nur durch Angehörige (Pflegegeld)

ca. 3,1 Mio. Personen

19 %

Mit ambulantem Pflegedienst

ca. 1,1 Mio. Personen

14 %

Vollstationäre Pflege (Heim)

ca. 800.000 Personen

Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 478 vom 18.12.2024 (Stand Ende 2023). Werte gerundet; die restlichen ca. 12 % entfallen überwiegend auf Pflegegrad 1 mit ausschließlich Entlastungsleistungen und werden separat ausgewiesen.

Häufige Fragen zu Pflegestatistiken

Wie viele Menschen sind in Deutschland pflegebedürftig?

Laut Statistischem Bundesamt waren Ende 2023 rund 5,7 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig im Sinne des SGB XI (Pressemitteilung Nr. 478 vom 18.12.2024). Das entspricht einem Anstieg von 15 % gegenüber 2021. Die Tendenz ist seit Jahren steigend.

Wie hoch ist der durchschnittliche Eigenanteil im Pflegeheim 2026?

Der bundesweite Durchschnitt lag laut vdek zum 1. Januar 2026 bei rund 3.245 € pro Monat im ersten Aufenthaltsjahr. Nach einer aktuelleren vdek-Auswertung (Stand 1. Juli 2026, berichtet von tagesschau.de am 14.07.2026) ist er weiter auf rund 3.364 € gestiegen — ein Plus von 119 € seit Jahresbeginn und 256 € gegenüber Juli 2025. Darin enthalten: rund 1.747 € einrichtungseinheitlicher Eigenanteil (EEE), 1.085 € Unterkunft & Verpflegung, 532 € Investitionskosten (geschätzte Aufteilung). Als Hauptursache nennt der vdek gestiegene Personalkosten. Durch den Leistungszuschlag nach § 43c SGB XI sinkt der Eigenanteil ab dem 13. Monat.

Welches Bundesland hat die höchsten Pflegeheim-Eigenanteile?

Nach der vdek-Auswertung vom 1. Juli 2026 (Quelle: tagesschau.de, 14.07.2026) liegt Bremen mit ca. 3.761 €/Monat an der Spitze, gefolgt vom Saarland (ca. 3.695 €) und Baden-Württemberg (ca. 3.657 €). Am niedrigsten ist die Belastung in Sachsen-Anhalt (ca. 2.891 €/Monat), gefolgt von Niedersachsen (ca. 3.008 €) und Mecklenburg-Vorpommern (ca. 3.032 €).

Wie viel Pflegegeld gibt es bei Pflegegrad 2?

Bei Pflegegrad 2 beträgt das monatliche Pflegegeld 347 € (§ 37 SGB XI, ab 01.01.2025). Damit werden pflegende Angehörige pauschal unterstützt. Bei professionellen Pflegediensten können stattdessen Sachleistungen bis 796 €/Monat abgerufen werden.

Sind diese Statistiken frei verwendbar?

Die Quelldaten stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen (Statistisches Bundesamt, BMG, vdek). Wenn Sie Zahlen aus dieser Seite zitieren, verlinken Sie bitte auf diese Seite als Quelle. Die Tabellen und Infografiken dieser Seite dürfen mit Quellenangabe frei eingebettet werden.

Quellen & Methodik

Hinweis: Alle Angaben sind Orientierungswerte. Individuelle Kosten können abweichen. Dies ist keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich an Ihre Pflegekasse oder einen Pflegestützpunkt.

Weiterführende Rechner & Seiten

Stand: 08.09.2026 · Alle Angaben basieren auf öffentlich zugänglichen Daten (SGB XI) und ersetzen keine individuelle Beratung.