Pflegeheim Eigenanteil 2026: Ø 3.364 € im Bundesdurchschnitt

Der monatliche Eigenanteil im Pflegeheim liegt je nach Bundesland zwischen 2.890 € und 3.760 € (vdek, Stand 01.07.2026). Alle 16 Bundesländer im Vergleich — plus kostenloser Rechner für Ihren individuellen Betrag nach Pflegegrad und Aufenthaltsdauer.

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Was kostet ein Pflegeheim? Kurzantwort

Im Bundesdurchschnitt liegt der monatliche Eigenanteil im Pflegeheim bei rund 3.364 € im ersten Aufenthaltsjahr (vdek, Stand 01.07.2026). Je nach Bundesland schwankt der Betrag zwischen ca. 2.890 € (Sachsen-Anhalt) und 3.760 € (Bremen). Mit steigender Aufenthaltsdauer sinkt der Betrag durch den gesetzlichen Leistungszuschlag deutlich.

Den genauen Betrag für Ihr Bundesland, Ihren Pflegegrad und Ihre geplante Aufenthaltsdauer berechnet der Eigenanteil-Rechner unten, oder direkt in der Bundesland-Vergleichstabelle.

Pflegeheim-Eigenanteil berechnen

Was kostet ein Pflegeheimplatz — und was zahlen Sie selbst?

Ihr Eigenanteil

3.671 €

pro Monat

Pflegekasse zahlt

1.319 €

Leistungszuschlag

15 %

= 298 € Ersparnis

Gesamtkosten Heim

5.288 €

Eigenanteil-Aufschlüsselung

Pflegekosten (nach Zuschlag)1.686 €
Unterkunft & Verpflegung1.331 €
Investitionskosten654 €
Gesamt Eigenanteil3.671 €
So wird gerechnet

Gesamtkosten: Pflegekosten + Unterkunft & Verpflegung + Investitionskosten (Ø-Werte je Bundesland, Quelle: vdek/GKV-Spitzenverband).

Leistungszuschlag (§ 43c SGB XI): Reduziert den pflegebedingten Eigenanteil je nach Heimaufenthaltsdauer: 15 % (≤ 12 Monate), 30 % (≤ 24 Monate), 50 % (≤ 36 Monate), 75 % (> 36 Monate).

Datenbasis: Der EEE im Landesdurchschnitt enthält bereits den Zuschlag für das erste Aufenthaltsjahr (15 %). Für spätere Jahre wird erst der EEE vor Zuschlag rekonstruiert und dann die höhere Zuschlagsquote angewendet. Eigenanteil gesamt = verbleibender EEE + Unterkunft & Verpflegung + Investitionskosten.

Kassenleistung (§ 43 SGB XI): Fester Zuschuss je Pflegegrad, unabhängig vom Bundesland.

Durchschnittswerte je Bundesland, überwiegend Januar 2026; NRW und ausgewählte Länder: Juli 2026. Die Aufteilung der Landeswerte ist teils geschätzt. Tatsächliche Heimkosten variieren je nach Einrichtung. Keine Rechtsberatung.

Der berechnete Eigenanteil zeigt, wie teuer ein Pflegeheimplatz wirklich ist. Eine ausgebildete 24h-Pflegekraft zu Hause ist für viele Familien die günstigere und persönlichere Alternative — pflege.de vermittelt bundesweit kostenlos:

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Für wen ist das geeignet?

Für Haushalte ab Pflegegrad 2, in denen die Pflege zu Hause stattfinden soll und ein eigenes Zimmer für die Pflegekraft vorhanden ist. Nicht geeignet, wenn bereits ein Heimplatz gesucht wird oder nur ein Kostenvergleich gewünscht ist.

Was kostet mich die Beratung?

0 €. Das Erstgespräch und ein unverbindliches Vermittlungsangebot sind komplett kostenlos.

Wie lange dauert die Vermittlung?

In der Regel 2–4 Wochen bis zum Einsatzstart – je nach Bundesland und gewünschtem Profil der Pflegekraft.

Bin ich an etwas gebunden?

Nein. Die Anfrage ist unverbindlich. Ein Vertrag entsteht erst, wenn Sie ein konkretes Angebot annehmen.

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Pflegeheim Kosten nach Bundesland 2026

Monatlicher Eigenanteil im 1. Aufenthaltsjahr (vor Leistungszuschlag), sortiert von günstig nach teuer. Quelle: vdek, Stand Januar 2026; Baden-Württemberg, Bremen, Saarland, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt aktualisiert auf Stand 1. Juli 2026 gemäß tagesschau.de (dpa), 14.07.2026.

BundeslandEEEU+VInvestitionGesamt
Sachsen-Anhalt1.500 €930 €460 €2.890 €
Sachsen1.550 €960 €480 €2.990 €
Thüringen1.560 €970 €470 €3.000 €
Niedersachsen1.560 €970 €480 €3.010 €
Brandenburg1.570 €970 €480 €3.020 €
Mecklenburg-Vorpommern1.570 €980 €480 €3.030 €
Schleswig-Holstein1.580 €980 €480 €3.040 €
Berlin1.610 €1.000 €490 €3.100 €
Bayern1.660 €1.030 €510 €3.200 €
Rheinland-Pfalz1.670 €1.040 €510 €3.220 €
Hessen1.680 €1.040 €510 €3.230 €
Hamburg1.820 €1.130 €550 €3.500 €
Nordrhein-Westfalen1.686 €1.331 €654 €3.671 €
Baden-Württemberg1.900 €1.180 €580 €3.660 €
Saarland1.920 €1.190 €580 €3.690 €
Bremen1.950 €1.210 €600 €3.760 €
Ø Bundesdurchschnitt1.775 €1.068 €521 €3.364 €

EEE = Einrichtungseinheitlicher Eigenanteil (pflegebedingter Anteil, im ersten Jahr nach 15 % Zuschlag). U+V = Unterkunft & Verpflegung. Berlin und Hamburg: Schätzwerte. Viele Landesaufteilungen sind gerundet; Bund und NRW mit offiziellen Teilwerten. Quelle: vdek, Juli 2026, sechs weitere Bundesländer gemäß tagesschau.de (dpa), 14.07.2026.

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Eigenanteil in Mecklenburg-Vorpommern im Detail — günstiges Bundesland im Nordosten.

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Eigenanteil im Saarland im Detail — teuerste westdeutsche Flächenland, hohe Tarifbindung.

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Eigenanteil in Bremen im Detail — Schätzwert, Stadtstaat mit hohen Pflegeheimkosten.

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Was ist der EEE? Wie wird er berechnet? Warum ist er für alle Pflegegrade gleich?

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Alle Pflegeformen im Vergleich: Kosten, Kassenleistungen und Voraussetzungen – damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können.

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Wer bekommt Hilfe zur Pflege nach § 61 SGB XII, wie viel übernimmt das Amt und wie läuft der Antrag ab?

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Berechnen Sie Ihre persönliche Pflegelücke — wie groß ist die Lücke zwischen Heimkosten und Einkommen?

Was gehört zum Eigenanteil?

Pflegebedingter Anteil (EEE)

Gleich für alle Pflegegrade 2–5 in einer Einrichtung. Sinkt mit längerer Aufenthaltsdauer durch den Leistungszuschlag (§43c SGB XI): 15 % → 30 % → 50 % → 75 %.

Unterkunft und Verpflegung

Dieser Anteil bleibt in der Regel privat zu tragen und variiert je nach Einrichtung und Bundesland — bundesweit im Schnitt rund 1.068 €/Monat (vdek, Juli 2026).

Investitionskosten

Kosten für Gebäude und Ausstattung. Je nach Bundesland und Förderung zwischen 460 € (Sachsen-Anhalt) und 600 € (Bremen) monatlich.

Zahlen & Fakten: Eigenanteile im Pflegeheim

Die monatliche Eigenbeteiligung steigt seit Jahren kontinuierlich. Aktuelle Zahlen zeigen die reale finanzielle Belastung für Pflegeheimbewohner und ihre Familien.

3.364 €

monatliche Eigenbeteiligung im 1. Aufenthaltsjahr (Stand Juli 2026, Bundesdurchschnitt)

+256 €

Anstieg der Eigenbeteiligung gegenüber Juli 2025 (Quelle: vdek/tagesschau.de, 14.07.2026)

2.054 €

verbleibende Eigenbeteiligung ab dem 4. Aufenthaltsjahr (mit max. Zuschuss)

35,1 %

der Pflegeheimbewohner sind auf ergänzende Sozialhilfe angewiesen (2024)

Quelle: Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek), Pressemitteilung vom 22. Januar 2026 und Daten zur SPV, Stand Februar 2026; Eigenbeteiligung aktualisiert auf Stand 1. Juli 2026 gemäß tagesschau.de (dpa), 14.07.2026

Häufige Fragen zu Pflegeheimkosten

Wie berechne ich die Pflegeheimkosten?

Der selbst zu tragende Anteil umfasst den pflegebedingten Eigenanteil (EEE) einschließlich Ausbildungskosten, Unterkunft und Verpflegung sowie Investitionskosten. Unser Eigenanteil-Rechner addiert diese drei Posten — differenziert nach Bundesland und Aufenthaltsdauer. Der EEE des ersten Jahres enthält bereits den Leistungszuschlag von 15 %.

Was kostet ein Pflegeheim pro Monat?

Im Bundesdurchschnitt zahlen Bewohner im 1. Aufenthaltsjahr rund 3.364 € monatlich selbst (Stand Juli 2026, Quelle: vdek-Auswertung, tagesschau.de/dpa vom 14.07.2026 — ein Plus von 119 € seit Jahresbeginn). Je nach Bundesland schwankt der Betrag erheblich: Bremen (3.761 €), Saarland (3.695 €) und Baden-Württemberg (3.657 €) sind am teuersten, Sachsen-Anhalt (2.891 €), Niedersachsen (3.008 €) und Mecklenburg-Vorpommern (3.032 €) am günstigsten. Mit längerer Aufenthaltsdauer sinkt der pflegebedingte Anteil durch den Leistungszuschlag.

Was ist der einrichtungseinheitliche Eigenanteil (EEE)?

Der EEE ist der pflegebedingte Anteil, den Bewohner trotz Leistungen der Pflegekasse selbst tragen. Er ist innerhalb einer Einrichtung für Pflegegrade 2 bis 5 gleich hoch — unabhängig davon, wie viel Pflege jemand tatsächlich benötigt.

Sinkt der Eigenanteil mit längerer Heimdauer?

Ja — der Leistungszuschlag nach §43c SGB XI reduziert den pflegebedingten Eigenanteil (EEE) schrittweise: 15 % im 1. Jahr, 30 % im 2. Jahr, 50 % im 3. Jahr, 75 % ab dem 4. Jahr. Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten bleiben jedoch unverändert.

Warum unterscheiden sich Heimkosten je Bundesland so stark?

Lohnniveau, Immobilienkosten, Investitionsförderung und Trägerstruktur wirken direkt auf die monatlichen Gesamtkosten. Bundesländer mit hoher Tarifbindung (§75 SGB XI) wie NRW, Saarland und Baden-Württemberg liegen deutlich über ostdeutschen Bundesländern, wo Löhne und Grundstückspreise niedriger sind.

Wer zahlt die Pflegeheimkosten, wenn das Geld nicht reicht?

Wenn eigene Mittel nicht ausreichen, kann Hilfe zur Pflege nach SGB XII beantragt werden. Dabei prüft das Sozialamt Einkommen und einzusetzendes Vermögen; geschützte Vermögenswerte sind zu berücksichtigen (§ 90 SGB XII). Kinder können bei einem jährlichen Gesamteinkommen über 100.000 € auf Unterhalt geprüft werden (§ 94 Abs. 1a SGB XII).

Müssen Kinder für Pflegeheimkosten der Eltern zahlen?

Nur wenn das jährliche Gesamteinkommen des Kindes im Sinne des § 16 SGB IV mehr als 100.000 € beträgt, kommt eine Heranziehung durch das Sozialamt in Betracht (§ 94 Abs. 1a SGB XII). Ein Anspruch ergibt sich daraus nicht automatisch. Die NRW-Leitlinien 2026 nennen mindestens 2.650 € Selbstbehalt plus 70 % des darüber hinausgehenden Einkommens; die individuelle Berechnung sollte fachkundig geprüft werden.

Kann ich durch einen Heimwechsel Kosten sparen?

Grundsätzlich ja: Einrichtungskosten variieren. Ein Heimwechsel setzt die bereits berücksichtigten Monate für den Leistungszuschlag nach § 43c SGB XI nicht zurück; entscheidend ist, wie lange Leistungen nach § 43 bezogen wurden. Lassen Sie sich vor einem Wechsel individuelle Kostenangebote geben.

Wie ordne ich den Eigenanteil in mein Gesamtbudget ein?

Nutzen Sie ergänzend den Pflegelücke-Rechner, um den verbleibenden Finanzbedarf realistisch zu planen. Typischerweise liegt die monatliche Lücke zwischen Eigenanteil (∅ 3.364 €, Stand Juli 2026) und verfügbaren Mitteln (Rente, Pflegegeld, Vermögen) bei mehreren Hundert bis über tausend Euro.

Welche Bundesländer sind am günstigsten für ein Pflegeheim?

Die günstigsten Eigenanteile finden sich in ostdeutschen Bundesländern: Sachsen-Anhalt (∅ 2.891 €, bundesweit am günstigsten), Sachsen (∅ 2.990 €) und Thüringen (∅ 3.000 €). Am teuersten sind laut vdek-Auswertung vom 1. Juli 2026 (Quelle: tagesschau.de/dpa, 14.07.2026) Bremen (3.761 €), Saarland (3.695 €) und Baden-Württemberg (3.657 €).

Warum sich ein Vergleich lohnt

Schon innerhalb eines Bundeslands können sich die monatlichen Heimkosten deutlich unterscheiden. Ein strukturierter Kostenvergleich hilft, finanzielle Risiken früh zu erkennen und Rücklagen realistischer zu planen.

Ergänzend sinnvoll: den Pfl­ege­lücke-Rechnernutzen, um die Gesamtlücke im Haushalt einzuordnen.

MS

Michael Sack· Betreiber & Redaktion

Alle Inhalte basieren auf öffentlichen SGB XI-Daten und werden regelmäßig redaktionell geprüft. Zuletzt geprüft: 2. Mai 2026.

Quellen: Bundesgesundheitsministerium · vdek 2026 · SGB XI · Keine Rechts- oder Finanzberatung.

Stand: 27.09.2026 · Alle Angaben basieren auf öffentlich zugänglichen Daten (SGB XI) und ersetzen keine individuelle Beratung.